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  Freitag den 10.06.2011 um 7:00 Uhr hektisches Treiben im

   Feuerwehrhaus.


Besuch war angesagt und dazu sollte alles pünktlich hergerichtet sein. Die vierte Schulklasse hatte sich im Rahmen der Brandschutzerziehung angekündigt. Natürlich wurden die Jugendlichen mit dem LF 10/6 an der Schule abgeholt. Bereits um 8:20 Uhr waren beide Fuhren am Magazin, wo die Kinder samt Lehrerin im Unterrichtsraum durch die Feuerwehr begrüßt wurden. Beim Vorstellen der anwesenden Feuerwehrmänner zeigte sich, dass alle Wehrmänner ihren Werdegang mit der Jugendfeuerwehr begonnen haben. (Ausnahme die zwei Ältesten). Die Jugendfeuerwehr Deilingen wurde im Herbst 1979 gegründet. Die Schüler erfuhren, dass laut Gesetzt jede Gemeinde eine funktionsfähige Feuerwehr unterhalten muss. Gibt es nicht genügend Freiwillige, muss durch die Gemeindeverwaltung eine Pflichtfeuerwehr installiert werden. Die Feuerwehr ist kein Verein, sondern eine Organisation der Gemeinde, welche die gesetzlichen Aufgaben der Gemeinde übernimmt. Hierzu heißt es Auszugsweise im Gesetzt: „Die Feuerwehr hat bei Schaden und öffentlichen Notständen Hilfe zu leisten...... Die Feuerwehr hat zur Rettung von Menschen..... aus lebensbedrohlichen Lagen technische Hilfe zu leisten“.
Das Feuer als „Freund des Menschen“ wurde anhand von Beispielen dargestellt, und was alles beachtet werden muss, dass es nicht der „Feind des Menschen“ wird. Wie schnell ein Schadenfeuer entstehen und sich ausbreiten kann wurde gemeinsam erkannt. Um diese Schäden einzudämmen muss man vorbereitet sein, sei es durch griffbereite Feuerlöscher, Löschdecke, Eimer bereits mit Wasser gefüllt, usw..
Schnell kam man gemeinsam zu Erkenntnis, dass der vorbeugende Brandschutz und der richtige Umgang mit Feuer das einzig Richtige ist. Dazu zählt auch, dass die elektrischen Geräte wie z.B. PC, Fernseher usw. über Nacht und Tagsüber komplett Strom los sind. Der richtige Umgang mit Streichhölzern wurde von einem Schüler vorgeführt und gemeinsam durchgesprochen. Personen mit längeren Haaren oder weiter- offener Kleidung müssen noch achtsamer sein. Kerzen (auch in Gestecke, Adventskranz usw.) müssen immer auf einer feuerfesten Unterlage stehen. Dass genügend Abstand zu weiterem brennbarem Material vorhanden sein muss, war der gesamten Klasse bereits bekannt. Anhand der Beispiele Christbaum und Grillfeuer wurden die Vorsichtsmaßnahmen nochmals besprochen. Erfreulich war, dass allen bekannt war, wie man richtig und ungefährlich einen Holzkohlengrill anzündet. Brennbaren Flüssigkeiten (Benzin, Spiritus usw.) haben dabei nichts verloren und endet oft mit bösen Verbrennungen. Das Verbrennungsdreieck „brennbarer Stoff“, „Sauerstoff“ und „Temperatur“ war aus dem Unterricht bereits gut bekannt und wurde aus dem Sichtfeld der Feuerwehr erläutert. Kann eine Seite eliminiert werden, hat das Feuer keine Chance.
Immer noch verbreitet ist der tödliche Irrglaube, dass man bei einem Brandausbruch während dem Schlafen, rechtzeitig aufwacht. Durch den Sauerstoffverbrauch und das Entstehen z.B. von Kohlendioxid bzw. Kohlenmonoxid schläft man noch tiefer und führt sehr schnell zur Bewusstlosigkeit. Jährlich könnten mehrere hundert Tote könnten vermieden werden. Zweidrittel waren bereits durch die Rauchgase Tod, bevor sie Verbrennungen erlitten hatten. Erfreulich war die Anzahl der Kinder, welche mindestens einen Rauchmelder daheim installiert haben. Die Mindestanzahl ist wie folgt zu ermitteln: Je Kinderzimmer, je Schlafzimmer, Flure und Zimmer in welchen immer Geräte an der Stromversorgung sind. Für den Fall der Fälle, war allen bereits die Notruf-Telefonnummer 112 bekannt und wie man sich zu verhalten hat.
In drei Gruppen aufgeteilt, wurde das absetzten eines Notrufs 112 anhand Beispielen und einer Telefonanlage geübt. Atemgifte und die Schutzausrüstung der Feuerwehr durchgegangen. Die weitere Station zeigte die Technik in dem neueren Feuerwehrfahrzeug, welche einem laufenden Wechsel und neuen Erkenntnissen unterliegt. Die anschließende Vesperpause wurde dazu genutzt über Brände zu reden, welche nicht mit Wasser gelöscht werden dürfen. Eines der typischen Vertreter ist der Fett/Ölbrand z.B. eine überhitzte Pfanne auf dem Herd. Wird hier mit falschem Mittel gelöscht, entstehen blitzartig schwere bis tödliche Verbrennungen und die gesamt Küche steht augenblicklich in Vollbrand. Richtig ist, den Herd sofort ausschalten, ein passender Deckel auf den Topf. Wenn nichts Passendes zur Hand, kann z.B. eine griffbereite Feuerlöschdecke hierbei ungemein helfen. Darauf achten, dass man selbst z.B. durch den Deckel (Schutzschild) geschützt ist.
Auf der Freifläche hinter dem Rathaus, wurde haushaltsübliches Sonnenblumenöl in einem Topfbehälter erhitzt, bis es von selbst entzündete. Über eine spezielle Vorrichtung, wurde aus sicherer Entfernung ein Schnapsglas mit Wasser, hinein geschüttet. Explosionsartig entstand ein großer Feuerball, dessen Wärmestrahlung man in ca. 15 Meter Abstand noch sehr gut spürte.
Weiter ging es in zwei Gruppen aufgeteilt. Mittels eines Feuerlöschtrainer konnte geübt werden, wie ein Brand der Klasse A (Holz usw.) gelöscht werden muss. Bei zwei Durchgängen wurden jeweils die Zeiten gestoppt und die Siegerplätzte 1, 2 und 3 durften sich ein kleines Geschenk aussuchen.
Bei der zweiten Station ging es mit der Anhängeleiter (AL18) hoch hinaus. Entsprechend gesichert konnte jede/r Schülerin/Schüler die Leiter besteigen, bis in die Höhe seiner Wahl. Etliche Mädchen und Jungen erklommen auch die obersten Sprossen, wobei die Lehrerin Frau Glatthaar unter der lautstarken Anfeuerung Ihrer Schützlinge gelassen nachfolgte.
Ein kurzweiliger Schultag endete pünktlich vor dem Rathaus, wobei sich die gesamte Klasse bei den Feuerwehrmännern bedankte. Die Feuerwehr bedankte sich bei den jugendlichen für ihr diszipliniertes Verhalten und ihre große Aufmerksamkeit. Natürlich würde sich die Wehr freuen, das eine oder andere Gesicht in der Jugendfeuerwehr wieder zu sehen. Kommandant Hans Henne bedankte sich im speziellen bei seinen Feuerwehrkameraden, dass Sie erneut einen Tag Urlaub in eine gute Sache investierten, und zwar für den Schutz der Jugend in unserer Gemeinde.



 

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