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Schaumeinsatz in den Bauwagen:

Mitten in der Nacht um 3:07 Uhr, wurden wir vom Freitag auf den Samstag über Funkmeldeempfänger mit dem Stichwort “Kleinbrand Hauptstraße  Bauwagen“ alarmiert. Schon nach 3 Minuten rückte der MTW mit zwei Mann zur Erkundung, und nur eine Minute später das LF 10/6 mit 8 Mann besetzt, zur Einsatzstelle aus. Bereits auf der Anfahrt war der Feuerschein zu sehen. Bei den Bauwagen eingetroffen, wurde sofort mit der Erkundung begonnen:
Bauwagen 1 zwischenzeitlich in Vollbrand, keine Personen in Gefahr, keinen Einblick in den Bauwagen 2, keine weiteren Gebäude in Gefahr, so die Erkenntnis aus der Erkundung. Das LF 10/6 begann sofort mit der Brandbekämpfung, durch ein zwischenzeitlich von außen geöffnetes Fenster an Bauwagen 1, was nur bedingt Erfolg brachte. Gleichzeitig wurde begonnen mit einem Bolzenschneider und weiterem Brechwerkzeug, Zugang über die verschlossene Tür in den Bauwagen zu schaffen. Über Funk wurde bereits das LF 8 (6 Mann) in die Industriestraße gelotst. Dort inzwischen eingetroffen, war deren Hauptaufgabe von einem Hydranten unterhalb der Fa. Alberts Backstube eine Wasserversorgung zum LF 10/6 aufzubauen. Im unwegsamen Gelände war es eine Erleichterung, dass parallel eine Einsatzstellenbeleuchtung aufgebaut und in Betrieb genommen wurde. Die Gefahr eines Unfalles konnte dadurch reduziert werden. Im hohen Gras liegend, ein nicht zu erkennender Verteiler, bescherten ein paar Einsatzkräften eine ungewollte Erfrischung.

Die eingetroffene Polizisten hatten kein Problem die Bauwagen zu finden, da diese bereits in dieser Schicht schon einmal die Bauwagen dienstlich aufsuchten mussten. Mit deren Eintreffen wurde die Feuerwehr sofort Informiert, dass voraussichtlich noch Knallkörper bzw. Böller sich in den Wägen befinden. Es war Ihnen ein Anliegen den Einsatzleiter schnellstens über die momentane Lage und evtl. Erkenntnisse zur Brandquelle zu befragen. Gleichzeitig wurden Zeugen zum Hergang befragt.

Beide Wagen sicher von der Stromzufuhr zu trennen, war eine weitere Herausforderung auch mit Blick auf die fliegende Verkabelung unter dem Bauwagen. Der hinderliche Brandschutt, Sofareste usw. wurde von Angriffstrupp aus dem ersten Bauwagen heraus geschafft um in den zweiten Bauwagen zu gelangen. Vom eingesetzten Angriffstrupp wurde eine enorme Hitzeentwicklung aus dem Bauwagen 2 festgestellt und dem Einsatzleiter gemeldet. Dieser Wagen hatte keine Tür bzw. Öffnung nach außen. Auch außerhalb war anhand des pulsenden Rauches an einem Abluftrohr zu erkennen, dass dieser unmittelbar vor der explosionsartigen Durchzündung stand. Jetzt machten sich wiederum die sehr gute Ausbildung und die vielen Übungen auch in den Brandcontainer bezahlt. Der eingesetzte Angriffstrupp unter Atemschutz reagierte richtig und verhinderte durch Impulsartige Wasserstöße eine Durchzündung des Bauwagens 2 und konnte dadurch verhindern, sich selbst und andere in erhebliche Gefahr zu begeben. Durch die lange und starke Hitzeeinwirkung waren beide Bauwagen komplett kaputt.
Eine langwierige Nachlöscharbeit zeichnete sich ab. Es ist eine zeitaufwendige und teure Arbeit, jedes Brandnest in jeder Ecke ausfindig zu machen und einzeln zu bekämpfen. Eine Wärmebildkamera stand nicht zur Verfügung. Deshalb wurde durch den Einsatzleiter entschieden die beiden Bauwagen mit Löschschaum zu fluten, somit die Glutnester zu ersticken und damit den Brand gut runter zu kühlen. Im Dachbereich des ersten Wagens bedurfte es noch einer weiteren Sonderbehandlung.

Um ca. 5 Uhr konnten wir der Feuerwehrleitstelle „Feuer schwarz“ melden was bedeutet, dass das Feuer gelöscht war und die Einsatzstelle geräumt und verlassen werden konnte. Durch die Art dieses Einsatzes, war im direkten Anschluss eine langwierige Aufräum- und Säuberungsarbeiten notwendig, welche bis in die frühen Morgenstunden dauerte, bis wieder die Einsatzbereitschaft hergestellt war. Viele Schläuche mussten einer Intensivreinigung unterzogen werden. Ein Teil der Einsatzkleidung muss nach dem Wochenende in eine spezielle Reinigung gebracht werden. Wieder zuhause angekommen, konnte mancher Feuerwehrmann sich sofort an den Frühstückstisch setzen.

 

 

Bilder folgen....